Kreuzfahrtsaison in Kiel startet wieder

Wir haben der Kreuzfahrt-Industrie nach ihrer pandemiebedingten Pause gezeigt, was wir davon halten, dass sie wieder ihre schmutzigen Diesel-Maschienen anwirft, und sich dafür feiert im Hafen unverschämt viel Strom zu verbrauchen. Am Samstag, den 22.5.2021 startete die Kreuzfahrt-Saison wieder, trotz nach wie vor hoher Corona-Infektionszahlen.

„Klimaschutzstadt Kiel“, massenhafte Klimaproteste, BVerfG-Urteil zur Generationengerechtigkeit, der Bericht „Grenzen des Wachstums“ vom Club of Rome im Jahre 1972 usw. usw: Die Zeiten des rücksichtslosen „Vergnügens“ auf Kosten der Allgemeinheit, und auf Kosten von Niedriglohn-Abhängigen müssen endlich enden. Wir haben ein kleines aber entschlossenes Zeichen gesetzt gegen die Ausbeutung der natürlichen Lebensgrundlagen deren Folgen schon heute vor allem von den Menschen im globalen Süden zu spüren sind.

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Verfahren gegen Kreuzfahrtschiff-Blockierer*innen eingestellt

Wir dokumentieren hier die Pressemitteilungen der Aktivist*innen von „Smash Cruiseshit“, die sich darüber freuen, dass es nach der Kreuzfahrtschiff-Blockade von vor zwei Jahren nun doch keine Strafverfolgung mehr gibt.

Pressemitteilung: Verfahren gegen Kreuzfahrtschiff-Blockierer*innen eingestellt
Anfang Juni 2019 hatten etwa 50 Aktivist*innen das Kreuzfahrtschiff „Zuiderdam“ im Kieler Hafen blockiert und einen Baukran erklettert um auf die negativen Folgen von Kreuzfahrten aufmerksam zu machen. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte die Boote der Aktivist*innen und kündigte Strafverfolgung an. Jetzt sind jedoch die Strafverfahren gegen fast alle Beteiligten eingestellt worden. 

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Demo für Sichere Häfen auf dem Wasser und an Land

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*   Freitag 15 Uhr Ostseekai     *
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Aus aktuellem Anlass haben wir das Motto unserer Demonstration geändert. 

Aufruf:

In der Nacht auf Mittwoch wurde das Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos durch Feuer zerstört. Mehr als 13000 Menschen haben nicht einmal mehr ein Zeltdach über dem Kopf. Die Situation in dem Lager ist schon seit Monaten katastrophal, und politisch so gewollt. Selbst die Aufnahme von 27 Geretteten, die seit vier Wochen auf dem Tanker Etienne warten, scheint für unsere Politiker:innen ein unlösbares Problem zu sein. Viele äußern sich offen rassistisch. Andere verstecken sich hinter leeren Worten und machen Menschenleben zu einem Spielball im Hin- und Herschieben von Verantwortung und jahrelanger Untätigkeit. Dabei haben wir Platz für diejenigen, die Hilfe brauchen. Über 170 Städte und Kommunen haben sich dazu bereit erklärt, Geflüchtete aufzunehmen. Wir wollen keine abgeschottete Festung Europa! Mit jedem Tag, der verstreicht, ohne dass wir handeln, verursachen wir weiteres Leid. Moria ist eine humanitäre Katastrophe. Hoffnungslosigkeit, Wut und Verzweiflung sind unerträglich. Lasst uns die Menschen sofort dort rausholen! Wir demonstrieren auf dem Wasser und an Land für Sichere Häfen, und ein Ende der unmenschlichen europäischen Abschottungspolitik. Infos, wie ihr euch beteiligen könnt, findet ihr unten.

Warum die Planänderung?

Die Meldung von den Feuern im Lager Moria in dieser Nacht hat uns schockiert, traurig gemacht und mitgenommen. Zu einem solchen Zeitpunkt fühlt es sich unangemessen an, den Fokus auf Protest gegen Kreuzfahrtschiffe zu legen, auch wenn diese den europäischen Rassismus und die brutale Ungerechtigkeit gut verkörpern. Dass wir gegen Treibhausgasemissionen, Luftverschmutzung und schlechte Arbeitsbedingungen im Kontext von Kreuzfahrten protestieren, ist notwendig. Es ist aber auch ein Privileg, denn in Moria kämpfen in diesen Augenblicken Menschen um ihr Leben. Seit Jahren ignoriert die Politik die untragbare Situation an den europäischen Außengrenzen. Gerade öffnet sich ein Fenster, um die Situation zu ändern. Wir sollten jetzt alles tun, was möglich ist, um den Geflüchteten beizustehen! Es war geplant, die Demo am Freitag auf das Motto „Kreuzfahrtschiffe (k)entern“ und die Herstellung von Klimagerechtigkeit auszurichten. Stattdessen möchten wir unserer Wut, Trauer, Empörung und Angst über die Zustände an den europäischen Außengrenzen direkt Ausdruck verleihen. Deswegen rufen wir dazu auf, am Freitag für die Aufnahme der Geflüchteten zu demonstrieren.

Hier noch zum ursprünglichen Demo-Aufruf: http://kreuzfahrt.nirgendwo.info/2020/08/27/kreuzfahrten-kentern-immer-und-ueberall-demo-an-land-und-auf-dem-wasser/

Hier noch ein paar Infos, wie ihr euch am Freitag beteiligen könnt:

(Die natürlich gleich geblieben sind:)

  • Wenn ihr mit dem Paddel- oder Ruderboot kommt, seid doch um 14 Uhr an der Spitze der Förde. Dort paddeln wir gemeinsam los zum Startpunkt der Demo um 15 Uhr am Ostseekai. Direkt am Startpunkt gibt es keine Möglichkeit, ein kleines Boot ins Wasser zu lassen! Am Ende geht es auch gemeinsam dorthin wieder zurück. Bitte zieht Rettungswesten an und achtet darauf, dass ihr genug Erfahrung im Paddeln habt. Vom Kreuzfahrtschiff sollten 50m Abstand gehalten werden. Wenn ihr mitpaddeln wollt und kein Boot habt, schreibt uns kurz an, damit wir schauen können, ob noch Platz ist.
  • Wenn ihr mit einem Segelboot kommt, seid einfach um 15 Uhr am Treffpunkt auf dem Wasser genau südlich vom Ostseekai (also zwischen Schifffahrtsmuseum und Kreuzfahrtschiff). Das Boot dürft ihr natürlich gern mit Transparenten und -Fahnen schmücken.
  • Wenn ihr an Land bleibt, kommt um 15 Uhr zum südlichen Ende des Ostseekais (also Richtung Schifffahrtsmuseum). Wenn ihr vorher schon helfen wollt, Flyer an Passagier*innen zu verteilen, sind wir ab 13 Uhr am Kreuzfahrt-Terminal um das zu machen. Gerne längere Zangen o.ä. mitbringen um Flyer mit Sicherheitsabstand verteilen zu können.
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Kreuzfahrten (k)entern: immer und überall – Demo an Land und auf dem Wasser!

Beachtet bitte das Update zum Demo-Motto

Fr, 11.9. 15 Ostseekai

Jeden Freitag starten ab Kiel Kreuzfahrten von TUI, fahren einmal in die Fjorde Norwegens, um dort ihre Abgase zu hinterlassen und kehren wieder zurück.

Unsere Kritik bleibt die gleiche: Kreuzfahrten verschmutzen die Luft, die wir atmen und verheizen das Klima für künftige Generationen, was ganz real auch hier durch den dritten Dürresommer in Folge zu immer schlechteren Ernten führt und im globalen Süden schon Inseln versinken lässt etc und so Menschen ihre Existenzgrundlage raubt.Die Menschen an Bord werden weitestgehend mies bezahlt, durch Corona und der Enge des Schiffes nun auch noch erhöhtem Gesundheitsrisiko ausgesetzt. 
All das sind Gründe, warum wir uns wünschen, dass die Kreuzfahrtindustrie den Bach hinuntergeht.

In Erinnerung an die Smash Cruiseshit-Blockade laden wir diesmal zu einer Demonstration zu Wasser und zu Land. Start ist am Ostseeterminal, dann geht es hoch bis zum Landtag und wieder zurück – an der Kiellinie lang, mit frisch wieder erlangten Kayaks und allen anderen Booten und Menschen, die Lust haben sich zu beteiligen. Wir werden ab 13 Uhr am Ostseekai Terminal Flyer an ankommende Passagier*innen verteilen, auch da kann jede*r schon vorbeikommen:)

Noch ein paar Tipps, wie ihr euch auch mit Booten beteiligen könnt:

  • Wenn ihr mit dem Paddel- oder Ruderboot kommt, seid doch um 14 Uhr an der Spitze der Förde, dort paddeln wir gemeinsam los zum Startpunkt der Demo um 15 Uhr am Ostseekai. Am Ende geht es auch gemeinsam dorthin wieder zurück. Bitte zieht Rettungswesten an und achtet darauf, dass ihr genug Erfahrung im paddeln habt. Vom Kreuzfahrtschiff sollten 50m Abstand gehalten werden.
  • Wenn ihr mit einem Segelboot kommt, seid einfach um 15 Uhr am Treffpunkt genau südlich vom Ostseekai (also zwischen Schifffahrtsmuseum und Kreuzfahrtschiff). Das Boot dürft ihr natürlich gern mit Anti-Kreuzfahrt-Transparenten und -Fahnen schmücken.
  • Wenn ihr an Land bleibt, kommt um 15 Uhr zum südlichen Ende des Ostseekais (also Richtung Schifffahrtsmuseum). Wenn ihr vorher schon helfen wollt, Flyer an Passagier*innen zu verteilen, sind wir ab 13 Uhr am Kreuzfahrt-Terminal um das zu machen. Gerne längere Zangen o.ä. mitbringen um Flyer mit Sicherheitsabstand verteilen zu können.

Kreuzfahrten (k)entern: immer und überall!

Fr, 11.9. 15 Uhr, Ostseekai

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Sonniger Protest gegen Kreuzfahrten

Nach einem dunklen und verregneten Vormittag hellte sich der Himmel pünktlich zum Start der Kundgebung auf. Etwa 150 Menschen sind zusammen gekommen, um gemeinsam gegen die dreckige Kreuzfahrtindustrie zu protestieren. XR Kiel tauchte mit einem nachgebauten Kreuzfahrtschiff auf, das sogar originalgetreu Abgase schleudern konnte. Bei strahlendem Sonnenschein und mit zwei Metern Abstand voneinander hörten wir einige sehr interessante Redebeiträge. Es erreichten uns sogar solidarische Grüße aus Antwerpen und Seattle, von Aktivist*innen des internationalen Bündnisses „Communities against cruise pollution“, die uns in einer kurzen Audioaufnahme von ihrem lokalen Kampf gegen Kreuzfahrtschiffe berichteten. Ein Erfahrungsbericht eines Menschen der Aktionsgruppe „smash cruiseshit“, der uns authentische Einblicke in die Aktion lieferte und ein Beitrag des Poetry Slammers Björn, sorgten für ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm.

Gegen 17:00 steigerte sich die Unterhaltung noch ein wenig. Der Kampf für Klimagerechtigkeit entwickelte sich nun freier und kreativer. Die Menschen genossen in der warmen Abendsonne laute Technobeats, die uns von zwei wundervollen Künstler*innen geliefert wurden. Danke Jonas (Poems on a restroom wall) und Philine für die gute Musik! Die Teilnehmer*innen hielten sich glücklicherweise konsequent an die Hygieneauflagen und wir gaben der Polizei keinen Grund die Versammlung frühzeitig zu beenden. Wir haben heute bewiesen, dass politischer Protest vielseitig und individuell sein kann. Ob Kundgebung, Rave oder Blockade- wir kämpfen weiterhin gemeinsam für Klimagerechtigkeit und gegen Kreuzfahrtschiffe in Kiel und überall!

Danke an Fridays For Future Kiel für die Technik und die gute Zusammenarbeit!

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Kreuzfahrt-Protestkundgebung

Kreuzfahrtschiffe recyceln!
Kundgebung am 26.7.2020 15:30 Uhr

Trotz immer noch aktueller Corona-Gefahr soll die Kreuzfahrtsaison in Kiel wieder beginnen. Ende Juli sollen die ersten Schiffe in unseren Hafen einlaufen. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen, denn an der Luftverschmutzung in Kiel und der sich immer weiter zuspitzenden Klimakrise hat sich genauso wenig geändert wie an den miserablen Arbeitsbedingungen für das Personal an Bord. Hinzugekommen sind die Gefahren einer Ansteckung mit Covid19 und damit verbundene Quarantäne-Maßnahmen.

Im vergangenen Jahr wurde das Thema Kreuzfahrten und ihre Schattenseiten überregional zeitweise in den Mittelpunkt des Diskurses gebracht. An Pfingsten blockierten AktivistInnen der Gruppe „smash cruiseshit“ das Kreuzfahrtschiff „Zuiderdam“, wenig später demonstrierten mehrere hundert Menschen in Kiel gegen die stinkenden Blechpötte. Nicht nur in Kiel, sondern weltweit verschärften sich die Proteste gegen die Kreuzfahrtindustrie. Es gab kreative Proteste in Seattle. In Venedig demonstrierten am Pfingstwochenende mehrere Tausend Menschen und wenig später blockierten Aktivist*innen sowohl in Venedig als auch in Helsinki auslaufende Kreuzfahrtschiffe und sorgten für Verzögerungen im Betriebsablauf. Der Diskurs wurde deutlich kritischer, Titelseiten wurden gefüllt, in Talkshows wurde über Kreuzfahrten und ihre ökologischen Auswirkungen gesprochen – geändert hat sich aber seitdem nichts.

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Widerstand gegen Kreuzfahrtschiffe wächst: Blockade in Finnland

Nachdem es Pfingsten in Kiel zu einer Blockade des Kreuzfahrtschiffs „Zuiderdam“ kam, erwischte es Ende September die „Queen Elizabeth“. Das rund 300 Meter lange und für über 2000 Passagiere ausgelegte Kreuzfahrtschiff wurde in Finnland von Klimaaktivist*innen blockiert. Die TurboKlimaKampfGruppe forderte darauf hin den Rückbau der Kreuzfahrt-Terminals in Kiel. Währenddessen hält die Polizei es für nötig, die Überführung von neu gebauten Kreuzfahrtschiffen mit einem Großaufgebot vor Klimaschützer*innen zu schützen.

Blockade „Smash Cruiseshit“ in Kiel

Am letzten Mittwoch im September 2019 hatten Aktivist*innen der Gruppe Elokapina das Schiff in Helsiniki am Auslaufen Richtung St. Petersburg erheblich verzögert, indem sie in Kayaks vor dem Schiff kreuzten. Die Aktion „Smash Cruiseshit“ scheint Nachahmer*innen gefunden zu haben – oder unabhängig davon kamen Menschen auf die gleiche Idee. Der Widerstand gegen die dreckigen Pötte wächst weltweit.

Die nächste Blockade ist nur eine Frage der Zeit. Dass davon auch die Polizei ausgeht, lässt sich an der Ems beobachten: Ein Großaufgebot schützte die Überführung der „Norwegian Encore“ von Papenburg aus über die Ems. „Die Klimadebatte werde das wohl nötig machen, heißt es von der Werft.“ schreibt der NDR dazu. Exemplarisch zeigt sich daran wo die Gefahr gesehen wird: Nicht etwa in dem Erhitzen des Weltklimas, sondern in Menschen, die sich dagegen wehren. Das ist Teil des Problems.

Währenddessen schreiten die Arbeiten am Terminalneubau am Ostseekai voran, die Baukräne wurden schon abgebaut. Hier zeigt die Stadt, welche den Seehafen Kiel betreibt, wie sie mit dem kommunal ausgerufenen „Climate Emergency“ umgeht. Es werden vielleicht ein paar Fahrradwege ausgebaut oder ein neues Feuerwerk-Konzept vorgelegt, aber wenn es um große Schadstoffverursacher*innen wie die Kreuzfahrtschifffahrt geht, gibt es grünes Licht für mehr Schiffe mit mehr Verschmutzung. Ein klares Signal wäre, wenn sich die Stadt stattdessen verpflichten würde, die Kreuzfahrtanläufe zu reduzieren und endlich ein Limit für die Anzahl der Anläufe in Kiel festlegt.

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Interview mit Kinder-Radio Corax

Das Kinder-Radio Corax hat uns und den kreuzfahrt-kritischen Autor Wolfgang Meyer-Hentrich interviewt. Wir sind ab Minute 17:30 zu hören: https://kira.radiocorax.de/kreuzfahrthaie/

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Klimastreik und Kreuzfahrt-Vortrag

Bei einem „Klimastreik“ in Kiel dürfen Proteste gegen Kreuzfahrtschiffe natürlich nicht fehlen. Deshalb rufen auch wir mit zum großen #FridaysForFuture-Streik am 20.09. auf.

Auch beim Klimacamp „Week4Climate“ auf dem Anna-Pogwisch-Platz in Kiel sind wir mit einem Vortrag dabei. Am 25.09. von 08:30-10:00 Uhr gehts um: „Die Schattenseiten der Kreuzfahrt-Industrie“

Kreuzfahrten boomen weltweit. Auch in Kiel legen jedes Jahr mehr Schiffe an, ein weiteres Terminal wird gebaut und gleichzeitig versucht die Stadt sich als klimafreundliche „sailing city“ zu vermarkten. Das passt nicht zusammen. Im Vortrag gehts um die Schattenseiten der Kreuzfahrt und darum, wie wir gemeinsam gegen die stinkenden Pötte aktiv werden können.

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300 Menschen wenden sich gegen Kreuzfahrten in Kiel

Wir freuen uns über die erfolgreiche Demonstration in Kiel, darüber das 300 Menschen gekommen sind, über spannende Redebeiträge und über gute Diskussionen und über viel Aufmerksamkeit für die Proteste gegen Kreuzfahrten.

Erfolgreich war diese Demo schon im Vorhinein: Diskussionen über Ordnungsamt und Polizei, die den Hafen sichern würden; Reisebüros, die aus ihren Auslagen die Werbung für Kreuzfahrtschiffe entfernten; ein Hafen, der die Termine für Kreuzfahrtanläufe nicht mehr verbreitet und somit einen Teil der Werbung dafür auch einstampft; breite Berichterstattung, wenn auch vor allem über die Frage, ob es eine Eskalation geben würde. Ja, es gab eine Blockade eines Kreuzfahrtschiffs in Kiel, die wohl für alle außer die direkt Beteiligten überraschend kam. Trotzdem, die Aufregung über die Demonstration und das riesige Polizeiaufgebot fühlen sich eher so an, als ob da Menschen damit drohen würden, gewaltsam die Menschen davon abzuhalten auf die Schiffe zu gehen oder das Schiff als solches statt lediglich dessen Abfahrt zu sabotieren. All das entbehrt jeglicher Grundlage, bei den bisherigen Kundgebungen wurden Flyer verteilt, Parolen gerufen, Redebeiträge gehalten und selbst bei der Blockade wurden weder Passagier*innen noch Polizeikräfte angegangen. Woher also kommt die Aufregung?

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