Wir feiern das Ende der Kreuzfahrtsaison: „Hurra, sie sind wieder weg!“

18.10.2018, gemeinsames Schilder-Basteln für die Kundgebung, 18 Uhr
28.10.2018, Kundgebung am Ostseekai, 12 Uhr

In den letzten Wochen hat die Klimabewegung einen riesigen Erfolg feiern können. Die Rodungen im Hambacher Forst konnten vorerst gestoppt werden. Der Ausstieg aus der Braunkohle wird kommen. Doch der Kampf für Klimagerechtigkeit geht weiter und jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um gegen die Klimakiller vor der eigenen Haustür zu protestieren: Kreuzfahrtschiffe. Deswegen laden wir herzlich dazu ein, gemeinsam das Ende der diesjährigen Kreuzfahrtsaison in Kiel zu feiern. Am 28ten Oktober 2018 heißt es: „Hurra, sie sind wieder weg!“.
Kreuzfahrten boomen weltweit, die Auftragsbücher für neue Kreuzfahrtschiffe sind auf 10 Jahre hinaus voll. So stieg von 2005 bis 2016 stieg der Umsatz der Reedereien von 1,2 Mrd auf 3,4 Mrd Euro, allein auf dem deutschen Markt. Für uns ist das Grund genug, auch die weiteren Schattenseiten der Kreuzfahrtindustrie näher zu beleuchten – denn der billige Urlaub ist verbunden mit Umweltzerstörungen, Ausbeutung und Sicherheitsrisiken. So treibt die Kreuzfahrtschifffahrt nicht nur den Klimawandel voran, sondern zerstört auch die Reisegebiete wie die Fjorde in Norwegen oder die Lagune in Venedig. Gleichzeitig arbeiten Tausende auf dem Schiff für eine angenehme Zeit der Urlauber*innen und verdienen teilweise nur 2 Euro die Stunde.
So darf Urlaub nicht aussehen!
Wir werden deshalb aktiv:
Am 18.10. treffen wir uns im Greenpeace-Büro an der Ringstraße 71 um 18:00 Uhr, um gemeinsam für die Kundgebung zu basteln. Kommt gerne dazu und bringt große (!) Pappe, Pinsel, Spraydosen, Farben und Glitzer mit!

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Kreuzfahrt-Proteste bei den Harbour Games in Hamburg

Am Samstag (23.6.) fanden in Hamburg die Harbour Games 2018 statt. Etwa 165 Teilnehmende fuhren bei bestem Hamburger Regenwetter mit Fahrrädern rund 40 km durch den Hamburger Hafen zu verschiedenen Aktions-Stationen. Ziel war es auf die Schattenseiten des Hamburger Hafens aufmerksam zu machen – auf Ausbeutung, Umweltzerstörung und soziale Ungerechtigkeiten. So gab es Beiträge zur Futtermittelindustrie bei Cargill, zu Atomtransporten bei C. Steinweg, zu Rüstungsindustrie bei Blohm & Voss und der Bundeswehr und zu Arbeitsbedingungen im Hamburger Hafen am Containerterminal Altenwerder sowie Protest im Kohlehafen und am Kohlekraftwerk Moorburg. In die ganze Auflistung passte auch unser Protest gegen Kreuzfahrtschiffe. Weiterlesen

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Nachhaltige Kreuzfahrten in Kiel?

  Auch die Stadt Kiel hat erkannt, dass die Luftverschmutzung auch durch die Kreuzfahrten ein Problem ist und unterschrieb am heutigen Donnerstag, 26.4.2018 eine Absichtserklärung mit der Costa-Gruppe, zu der AIDA gehört. Geplant ist eine Landstromanlage am Ostseekai und die Nutzung des emissionsärmeren Flüssiggas während der Hafenliegezeiten. Von den Kosten soll 70% das Land Schleswig-Holstein tragen, der Strom soll von der Erneuerbaren Energien Umlage befreit werden.

An dieser Stelle wird also wieder einmal die Kreuzfahrtbranche massiv mit Steuergeldern subventioniert. Nicht etwa die Reedereien müssen die zusätzlichen Kosten für die Umweltschutzmaßnahmen tragen, die durch ihre Abgase notwendig werden, sondern sie werden umgelegt auf alle und die Kreuzfahrtunternehmen machen Gewinne. Die Ausbeutung der Hafenstädte geht also an dieser Stelle weiter – nur unter grünem Vorzeichen. Weiterlesen

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Proteste gegen Kreuzfahrt im Kieler Hafen

AktivistInnen der Kampagne „Kreuzfahrtschiffe (k)entern!“ protestierten am heutigen Sonntag, 15.4. zwischen 16 und 17 Uhr am Ostseekai, während die AIDAcara angelegt hatte. Mit Flyern, einem Transparent mit der Aufschrift „Kreuzfahrtschiffe kentern – gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung“ und mit Gesprächen machten sie PassagierInnen und PassantInnen auf die Schattenseiten der Kreuzfahrt-Industrie aufmerksam.

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TUI-Hauptversammlung: Keine Änderung in Sicht

Der TUI-Konzern wirbt mit Nachhaltigkeit. Tatsächlich zeigte die heutige Hauptversammlung der Aktionärinnen und Aktionären, dass da bei den 16 von TUI betriebenen Kreuzfahrtschiffen nicht viel hinter steht. Über die Aktien von den kritischen Aktionärinnen und Aktionären gab es zwei Redebeiträge mit entsprechenden Nachfragen. Ein Ergebnis: Es werden zwar in die neuen Schiffe Katalysatoren eingebaut, aber der verbrauchte Treibstoff ist weiterhin zu über 80% Schweröl, der Rest Marinediesel, obwohl umweltfreundlichere Alternativen zur Verfügung ständen. Die Wachstumsstrategie von TUI produziert einen wachsenden CO2-Ausstoß, kleinere Maßnahmen beim Umweltschutz können das nicht auffangen. Auf Kritik und Fragen nach den Arbeitsbedingungen an Bord der Schiffe wurde erst gar nicht reagiert, stattdessen versuchte der TUI-Vorstand einen entsprechenden Redebeitrag zu unterbrechen – gibt es hier einen wunden Punkt bei weltweit größten Tourismuskonzern?

Kritischer Redebeitrag bei TUI-Hauptversammlung

Pressemitteilung: Kritik an TUI

Am heutigen 13.2. fand in Hannover die TUI-Aktionärsversammlung statt. Kritische Stimmen begleiteten die TUI-Erfolgsmeldungen, denn TUI machte nicht nur mehr Gewinn, sondern produzierte auch einen höheren C02-Ausstoß und bietet weiter schlechte Arbeitsbedingungen auf Kreuzfahrtschiffen. Weiterlesen

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Venedig: Kreuzfahrtschiffe nach Blockade eingeschränkt

Venedig ist seit Jahren von den Kreuzfahrtschiffen bedroht. Ohne Autos gibt es dort eine Schadstoffbelastung wie an verkehrsreichen Straßen in Großstädten und Wellen- und Sogwirkung der Schiffe beschädigen die Fundamente der auf Pfählen gebauten Stadt. Venedig erstickt seit Jahren am Massentourismus, auch befördert durch die Kreuzfahrtschiffe. (Zum weiter sehen: „Venedig – Ausverkauf eines Juwels“, Doku vom SWR)

 

Aktivist*innen sind seit längerem unter dem Motto „No grande navi“ dagegen aktiv, im September gab es eine Blockade der Kreuzfahrtschiffe mit kleinen Booten. In Kiel hängten wir solidarisch ein Banner auf – das am gleichen Tag in Kiel liegende Kreuzfahrtschiff der AIDA ist im Hintergrund zu sehen.

 

Im November 2017 hieß es dann, dass in Venedig besonders große Kreuzfahrtschiffe (ab 55.000) ab 2019 nicht mehr im Hafen in der Altstadt anlegen dürfen. Allerdings ist das nur eine Absichtserklärung und es sollen neue Kreuzfahrtterminals im Hafen von Marghera (am Festland) gebaut werden – Riesenschiffe mit mehr als 96.000 Tonnen sollen dafür wieder in die Lagune einfahren dürfen (momentan ist das verboten) – so schützen die Regierenden auch diesmal wieder Profitinteressen vor der Umwelt.

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Kritik bei TUI-Hauptversammlung

Am 14. Februar 2017 gab es auch auf der Hauptversammlung der TUI in Hannover Kritik an den Kreuzfahrten. Über die Kritischen Aktionär*innen konnten dort die Umwelt- und Gesundheitsbelastungen sowie die Arbeitsbedingungen auf Kreuzfahrtschiffen thematisiert werden. So hieß es „Im Kreuzfahrtbereich werden vor allem Umweltschutzmaßnahmen vorgegaukelt“, tatsächlich sei 2016 der CO2-Ausstoß durch Kreuzfahrtschiffe von TUI um 7,5% gestiegen. „Die „Mein Schiff“-Cruiser fahren unter maltesischer Flagge, was zu weniger Umweltauflagen und geringen bis keinen arbeitsrechtlichen Standards führt.“ Den Aktionär*innen wurde erklärt: „Schiffsabgase sind krebserregend. In Hamburg kommen 20 Prozent des Feinstaubs und ca. 40 Prozent der Stickoxide von der Schifffahrt.“

Die Reden finden sich im Wortlaut veröffentlicht beim Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

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