Kundgebung „Beginn der Kreuzfahrt-Saison? Nein, danke!“

Sonntag, der 07.04., um 9 Uhr am Ostseekai (Ecke Wall/ Prinzengarten) Die Kreuzfahrt-Saison in Kiel beginnt – da darf Protest gegen die stinkenden Pötte nicht fehlen. Deswegen wird zeitgleich mit dem ersten Anlauf eine Kundgebung gegen Kreuzfahrtschiffe stattfinden.

Eigentlich sollte die Saison schon eine Woche früher los gehen. Das erste angekündigte Schiff, die „Viking Sky“, geriet jedoch in einen Sturm bei Norwegen in Seenot und musste deshalb die Fahrt absagen. Natürlich wünschen wir keinem ein Schiffsunglück, aber wir freuen uns über jedes Kreuzfahrtschiff weniger. Denn Kiel ist jetzt schon überlastet mit Schiffen und Passagier*innen: 2018 waren es knapp 600.000 auf 170 Schiffen. Das wird sich in diesem Jahr noch steigern. Bisher sind knapp 180 Schiffe angemeldet.

Dabei sind die Schattenseiten der Kreuzfahrt zahlreich: Der CO2-Ausstoß treibt den Klimawandel voran, Feinstaub, Stickoxide, Schwefel und Rußpartikel verpesten unsere Luft und die Arbeitsbedingungen an Board sind katastrophal. Dennoch versucht die Branche sich derzeit ein grünes Image zu geben. So wurde 2018 zusammen mit der Stadt Kiel eine Erklärung unterzeichnet, die die Nutzung vom Treibstoff LNG im Hafen und den Bau einer Landstromanlage vorsieht. Das alles massiv subventioniert mit Steuergeldern: 70% der Kosten für die Landstromanlage soll das Land Schleswig-Holstein tragen und der Strom soll von der Erneuerbaren Energien Umlage befreit werden.

Zeitgleich findet der Bau eines neuen Terminals statt, welches 2019 fertig gestellt werden soll. Dadurch werden immer mehr und größere Kreuzfahrtschiffe anlegen – es bleibt also fraglich, ob die Emissionen insgesamt überhaupt zurück gehen würden, selbst wenn die Ankündigungen alle umgesetzt werden. Denn auf offener See darf weiterhin mit dreckigem Treibstoff gefahren werden und auch der Strom müsste erst einmal sauber produziert werden. Und auch beim Treibstoff LNG zeigen neuere Untersuchungen, dass er nicht besser fürs Klima ist, beim Abbau des dafür notwendigen Erdgases wird zudem durch Fracking Methan freigesetzt.

Wir bleiben dabei: Jedes Schiff ist eines zu viel! Es gibt keine saubere Kreuzfahrt!

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Proteste bei der TUI-AktionärInnen-Versammlung

Am 12.02. protestierten AktivistInnen der Kieler „Initiative gegen Kreuzfahrt“ mit einer Kletter-Aktion vor der TUI AktionärInnen-Versammlung in Hannover. Die AktivistInnen hängten dazu ein Transparent mit der Aufschrift „Kreuzfahrtschiffe (k)entern – gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung“ an Laternen vor dem Gebäude auf.

Auf der AktionärInnen-Versammlung selbst waren die AktivistInnen mit Reden und Anträgen präsent. Zusammen mit den Kritischen AktionärInnen wurden Anträge gegen die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrates gestellt. Die TUI AG wirbt zwar mit Nachhaltigkeit, aber weiteres Wachstum der Kreuzfahrt-Branche ist mit Klimagerechtigkeit einfach nicht vereinbar. Alleine im letzten Jahr sind die CO2-Emissionen der TUI Kreuzfahrten um 25,23 % gestiegen. Paula Lange von der Initiative gegen Kreuzfahrt sagt dazu: „Geworben wird mit der Verwendung von Glasflaschen und Abfallreduktion, aber angesichts der ausgestoßen Schadstoffe und der CO2-Emissionen wirkt das wie ein Tropfen auf dem heißen Stein.“

Auch die Arbeitsbedingungen für das Servicepersonal auf den Schiffen sind mies. Es gelten nämlich die Arbeitsbedingungen des Landes, in dem das Schiff angemeldet ist. (Sogenanntes Flaggenstaat-Prinzip) Die Arbeitszeiten sind deutlich zu lang, Überstunden die Regel und Lohn mit teilweise nur 1 bis 2 € die Stunde ist deutlich zu niedrig. Die Aktivisting Susanne Wexler ergänzt: „Urlaub sollte nicht auf der Ausbeutung von Mensch und Umwelt basieren!“

Um gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung in der Kreuzfahrt vor zu gehen haben AktivistInnen im Frühjahr 2018 die Initiative gegen Kreuzfahrtschiffe in Kiel gegründet. Die Initiative möchte das Wachstum der Kreuzfahrt-Industrie ausbremsen und umkehren. Auch in anderen Städten gibt es Widerstand gegen Kreuzfahrtschiffe. In Venedig (Italien) ist es sogar gelungen, die Schiffe aus der Innenstadt zu vertreiben. Dort hatte der Wellengang der Schiffe die Fundamente der Stadt massiv beschädigt.


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Wir feiern das Ende der Kreuzfahrtsaison: „Hurra, sie sind wieder weg!“

18.10.2018, gemeinsames Schilder-Basteln für die Kundgebung, 18 Uhr
28.10.2018, Kundgebung am Ostseekai, 12 Uhr

In den letzten Wochen hat die Klimabewegung einen riesigen Erfolg feiern können. Die Rodungen im Hambacher Forst konnten vorerst gestoppt werden. Der Ausstieg aus der Braunkohle wird kommen. Doch der Kampf für Klimagerechtigkeit geht weiter und jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um gegen die Klimakiller vor der eigenen Haustür zu protestieren: Kreuzfahrtschiffe. Deswegen laden wir herzlich dazu ein, gemeinsam das Ende der diesjährigen Kreuzfahrtsaison in Kiel zu feiern. Am 28ten Oktober 2018 heißt es: „Hurra, sie sind wieder weg!“.
Kreuzfahrten boomen weltweit, die Auftragsbücher für neue Kreuzfahrtschiffe sind auf 10 Jahre hinaus voll. So stieg von 2005 bis 2016 stieg der Umsatz der Reedereien von 1,2 Mrd auf 3,4 Mrd Euro, allein auf dem deutschen Markt. Für uns ist das Grund genug, auch die weiteren Schattenseiten der Kreuzfahrtindustrie näher zu beleuchten – denn der billige Urlaub ist verbunden mit Umweltzerstörungen, Ausbeutung und Sicherheitsrisiken. So treibt die Kreuzfahrtschifffahrt nicht nur den Klimawandel voran, sondern zerstört auch die Reisegebiete wie die Fjorde in Norwegen oder die Lagune in Venedig. Gleichzeitig arbeiten Tausende auf dem Schiff für eine angenehme Zeit der Urlauber*innen und verdienen teilweise nur 2 Euro die Stunde.
So darf Urlaub nicht aussehen!
Wir werden deshalb aktiv:
Am 18.10. treffen wir uns im Greenpeace-Büro an der Ringstraße 71 um 18:00 Uhr, um gemeinsam für die Kundgebung zu basteln. Kommt gerne dazu und bringt große (!) Pappe, Pinsel, Spraydosen, Farben und Glitzer mit!

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Kreuzfahrt-Proteste bei den Harbour Games in Hamburg

Am Samstag (23.6.) fanden in Hamburg die Harbour Games 2018 statt. Etwa 165 Teilnehmende fuhren bei bestem Hamburger Regenwetter mit Fahrrädern rund 40 km durch den Hamburger Hafen zu verschiedenen Aktions-Stationen. Ziel war es auf die Schattenseiten des Hamburger Hafens aufmerksam zu machen – auf Ausbeutung, Umweltzerstörung und soziale Ungerechtigkeiten. So gab es Beiträge zur Futtermittelindustrie bei Cargill, zu Atomtransporten bei C. Steinweg, zu Rüstungsindustrie bei Blohm & Voss und der Bundeswehr und zu Arbeitsbedingungen im Hamburger Hafen am Containerterminal Altenwerder sowie Protest im Kohlehafen und am Kohlekraftwerk Moorburg. In die ganze Auflistung passte auch unser Protest gegen Kreuzfahrtschiffe. Weiterlesen

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Nachhaltige Kreuzfahrten in Kiel?

  Auch die Stadt Kiel hat erkannt, dass die Luftverschmutzung auch durch die Kreuzfahrten ein Problem ist und unterschrieb am heutigen Donnerstag, 26.4.2018 eine Absichtserklärung mit der Costa-Gruppe, zu der AIDA gehört. Geplant ist eine Landstromanlage am Ostseekai und die Nutzung des emissionsärmeren Flüssiggas während der Hafenliegezeiten. Von den Kosten soll 70% das Land Schleswig-Holstein tragen, der Strom soll von der Erneuerbaren Energien Umlage befreit werden.

An dieser Stelle wird also wieder einmal die Kreuzfahrtbranche massiv mit Steuergeldern subventioniert. Nicht etwa die Reedereien müssen die zusätzlichen Kosten für die Umweltschutzmaßnahmen tragen, die durch ihre Abgase notwendig werden, sondern sie werden umgelegt auf alle und die Kreuzfahrtunternehmen machen Gewinne. Die Ausbeutung der Hafenstädte geht also an dieser Stelle weiter – nur unter grünem Vorzeichen. Weiterlesen

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Proteste gegen Kreuzfahrt im Kieler Hafen

AktivistInnen der Kampagne „Kreuzfahrtschiffe (k)entern!“ protestierten am heutigen Sonntag, 15.4. zwischen 16 und 17 Uhr am Ostseekai, während die AIDAcara angelegt hatte. Mit Flyern, einem Transparent mit der Aufschrift „Kreuzfahrtschiffe kentern – gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung“ und mit Gesprächen machten sie PassagierInnen und PassantInnen auf die Schattenseiten der Kreuzfahrt-Industrie aufmerksam.

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TUI-Hauptversammlung: Keine Änderung in Sicht

Der TUI-Konzern wirbt mit Nachhaltigkeit. Tatsächlich zeigte die heutige Hauptversammlung der Aktionärinnen und Aktionären, dass da bei den 16 von TUI betriebenen Kreuzfahrtschiffen nicht viel hinter steht. Über die Aktien von den kritischen Aktionärinnen und Aktionären gab es zwei Redebeiträge mit entsprechenden Nachfragen. Ein Ergebnis: Es werden zwar in die neuen Schiffe Katalysatoren eingebaut, aber der verbrauchte Treibstoff ist weiterhin zu über 80% Schweröl, der Rest Marinediesel, obwohl umweltfreundlichere Alternativen zur Verfügung ständen. Die Wachstumsstrategie von TUI produziert einen wachsenden CO2-Ausstoß, kleinere Maßnahmen beim Umweltschutz können das nicht auffangen. Auf Kritik und Fragen nach den Arbeitsbedingungen an Bord der Schiffe wurde erst gar nicht reagiert, stattdessen versuchte der TUI-Vorstand einen entsprechenden Redebeitrag zu unterbrechen – gibt es hier einen wunden Punkt bei weltweit größten Tourismuskonzern?

Kritischer Redebeitrag bei TUI-Hauptversammlung

Pressemitteilung: Kritik an TUI

Am heutigen 13.2. fand in Hannover die TUI-Aktionärsversammlung statt. Kritische Stimmen begleiteten die TUI-Erfolgsmeldungen, denn TUI machte nicht nur mehr Gewinn, sondern produzierte auch einen höheren C02-Ausstoß und bietet weiter schlechte Arbeitsbedingungen auf Kreuzfahrtschiffen. Weiterlesen

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Venedig: Kreuzfahrtschiffe nach Blockade eingeschränkt

Venedig ist seit Jahren von den Kreuzfahrtschiffen bedroht. Ohne Autos gibt es dort eine Schadstoffbelastung wie an verkehrsreichen Straßen in Großstädten und Wellen- und Sogwirkung der Schiffe beschädigen die Fundamente der auf Pfählen gebauten Stadt. Venedig erstickt seit Jahren am Massentourismus, auch befördert durch die Kreuzfahrtschiffe. (Zum weiter sehen: „Venedig – Ausverkauf eines Juwels“, Doku vom SWR)

 

Aktivist*innen sind seit längerem unter dem Motto „No grande navi“ dagegen aktiv, im September gab es eine Blockade der Kreuzfahrtschiffe mit kleinen Booten. In Kiel hängten wir solidarisch ein Banner auf – das am gleichen Tag in Kiel liegende Kreuzfahrtschiff der AIDA ist im Hintergrund zu sehen.

 

Im November 2017 hieß es dann, dass in Venedig besonders große Kreuzfahrtschiffe (ab 55.000) ab 2019 nicht mehr im Hafen in der Altstadt anlegen dürfen. Allerdings ist das nur eine Absichtserklärung und es sollen neue Kreuzfahrtterminals im Hafen von Marghera (am Festland) gebaut werden – Riesenschiffe mit mehr als 96.000 Tonnen sollen dafür wieder in die Lagune einfahren dürfen (momentan ist das verboten) – so schützen die Regierenden auch diesmal wieder Profitinteressen vor der Umwelt.

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Kritik bei TUI-Hauptversammlung

Am 14. Februar 2017 gab es auch auf der Hauptversammlung der TUI in Hannover Kritik an den Kreuzfahrten. Über die Kritischen Aktionär*innen konnten dort die Umwelt- und Gesundheitsbelastungen sowie die Arbeitsbedingungen auf Kreuzfahrtschiffen thematisiert werden. So hieß es „Im Kreuzfahrtbereich werden vor allem Umweltschutzmaßnahmen vorgegaukelt“, tatsächlich sei 2016 der CO2-Ausstoß durch Kreuzfahrtschiffe von TUI um 7,5% gestiegen. „Die „Mein Schiff“-Cruiser fahren unter maltesischer Flagge, was zu weniger Umweltauflagen und geringen bis keinen arbeitsrechtlichen Standards führt.“ Den Aktionär*innen wurde erklärt: „Schiffsabgase sind krebserregend. In Hamburg kommen 20 Prozent des Feinstaubs und ca. 40 Prozent der Stickoxide von der Schifffahrt.“

Die Reden finden sich im Wortlaut veröffentlicht beim Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre.

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