Venedig: Kreuzfahrtschiffe nach Blockade eingeschränkt

Venedig ist seit Jahren von den Kreuzfahrtschiffen bedroht. Ohne Autos gibt es dort eine Schadstoffbelastung wie an verkehrsreichen Straßen in Großstädten und Wellen- und Sogwirkung der Schiffe beschädigen die Fundamente der auf Pfählen gebauten Stadt. Venedig erstickt seit Jahren am Massentourismus, auch befördert durch die Kreuzfahrtschiffe. (Zum weiter sehen: „Venedig – Ausverkauf eines Juwels“, Doku vom SWR)

 

Aktivist*innen sind seit längerem unter dem Motto „No grande navi“ dagegen aktiv, im September gab es eine Blockade der Kreuzfahrtschiffe mit kleinen Booten. In Kiel hängten wir solidarisch ein Banner auf – das am gleichen Tag in Kiel liegende Kreuzfahrtschiff der AIDA ist im Hintergrund zu sehen.

 

Im November 2017 hieß es dann, dass in Venedig besonders große Kreuzfahrtschiffe (ab 55.000) ab 2019 nicht mehr im Hafen in der Altstadt anlegen dürfen. Allerdings ist das nur eine Absichtserklärung und es sollen neue Kreuzfahrtterminals im Hafen von Marghera (am Festland) gebaut werden – Riesenschiffe mit mehr als 96.000 Tonnen sollen dafür wieder in die Lagune einfahren dürfen (momentan ist das verboten) – so schützen die Regierenden auch diesmal wieder Profitinteressen vor der Umwelt.

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